"Digitale Welten"


...Entdecke die Möglichkeiten. Trotz technischer Raffinesse resultiert Medienkunst weiterhin aus Können und nicht von den Fertigkeiten eines Computers. „Es kommt darauf an, wie virtuos der Künstler mit diesem Instrument umgeht“, erklärt Luminita Sabau, Leiterin der fotografischen Sammlung der DZBank in Frankfurt. „Für viele Fotografen führt der Einsatz des Computers jedenfalls zu einer der Möglichkeiten. Es entstehen Bilderfindungen, die es noch nie gegeben hat.“ Schon seit Jahren nutzt Andreas Gursky, international höchstbezahlter Fotokünstler aus Düsseldorf, digitale Verfahren.

Vor allem aus der jüngeren Generation tun es ihm nun viele nach. Eine von ihnen ist Mona Breede. Der Karlsruher Galerist Heinz-Martin Weigand sieht sich in jüngster Zeit von einer überraschenden Nachfrage nach deren Fotografien überrollt: „Sogar eine große amerikanische Institution hat starkes Interesse angemeldet.“ Breedes Bilder entfalten ihre faszinierende Wirkung durch die rhythmische Anordnung der Personen im architekturbeherrschten Raum. Zurzeit sind ihre Arbeiten ab 1200 Euro zu haben. Aber Weigand ist schon überzeugt: „Sie werden mit Sicherheit bald steigen.“...

Marion Leske
Artikel in Focus Money, Juni 2004
(Ausgabe 26/2004)

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