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"Positionen zeitgenössischer Architekturphotographie"
Mona Breede
Geboren 1968 in Kiel. Ausbildung zur Photographin an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München. Studium an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe bei Thomas Struth. 1999 Einzelausstellung im Goethe-lnstitut London parallel zur Gruppenausstellung "Reconstructing Space: Architecture in Recent German Photography" 1999 in der Architectural Association London (mit Katalog). Sonderbeitrag in "Photography now", Nr. 4/2001. Preisträgerin von "starshots 01", dem Fotopreis in dit 2001. Lebt und arbeitet in Karlsruhe.
Zur Arbeit von Mona Breede gehören reine Architekturaufnahmen, Profilbildnisse und die Darstellung von Menschen im öffentlichen Raum. Die Architekturbilder zeichnen sich durch ihre Präsenz und ihren ins Stimmungshafte verdichteten Ernst aus. Die Profilbildnisse zeigen die Personen kontextungebunden, in fast statuarischer Würde, in der das Individuelle bei aller Darbietung zurücktritt. Das Arbeiten mit diesen vermeintlich konträren Themen ist eine der Grundlagen für die choreographischen Serien. Es entwickelte sich daraus das Gefühl für das jeweils Besondere, für architektonische und räumliche Bezüge sowie für die Wirkung und das Verhalten von Menschen.
In den choreographischen Arbeiten sind diese Bereiche eigentümlich verschränkt. Die Architektur ist hier Folie, zugleich Interaktionsbühne für die Menschen, ohne dass je ein bewusster Eingriff erfolgte, der Zufall gesteuert wäre. In der Sequenz erschließt sich das Prinzip; aber auch in einem Einzelbild kann sich der Ablauf verdichten. Die Menschen scheinen einer geheimen Regie zu unterliegen, die erst vor dem gelassenen Dasein des Raums, der Architekturen zur Entfaltung kommt. Statik und Bewegung, architektonische Geste und choreographische Poesie sind zu einer Einheit gebracht. Es entstehen Gebilde von großer räumlicher Wirkung und zugleich von einer geradezu graphischen, abstrakten Schönheit.
Galerie Dittmar
Dr. Peter Dittmar
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