"Warum wir in der Provinz geblieben sind"



Eine Ferne des Staunens, eine Entrücktheit ist ebenfalls der Standpunkt, aus dem heraus Mona Breede fotografiert. Doch sie macht keine Bilder ihrer häuslichen, privaten Umgebung, sondern sucht öffentliche Orte auf: den Englischen Garten in München, den schneebedeckten Strand von Sylt oder einen See in Karlsruhe. Privat an ihrer Arbeit ist der Blick und nicht das Motiv. Menschen laufen vereinzelt durch weite Landschaften oder Parks, die so fern scheinen wie ein Traum, eben wie ein Bild. Sie begreift die Fotografie nicht mehr als bloße Wahrheit oder Dokumentation, sondern sie hat das Foto wieder künstlicher gemacht - zu einem Bild, das nur aus der Distanz so gesehen werden konnte.

Bettina Funcke,
Ausstellungskatalog, Galerie Karlheinz Meyer, 1998

 
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