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"Kinderbildnisse: Photographische Portraits von Mona Breede, Tamara Grcic, Herlinde Koelbl, Marie-Jo Lafontaine, Berhard Prinz, Ingolf Timpner und August Sander"
"In jedem Kind liegt eine wunderbare Tiefe." - Diesen Satz von Robert Schumann stellt die Photographin Herlinde Koelbl ihrer Serie
von besonders eindringlichen Kinderbildnissen voran. Der Herausforderung, diese Tiefe ein Stück weit zu ergründen haben sich
Künstler zu allen Zeiten gestellt. Die Ausstellung versammelt photographische Kinderbildnisse, die sich den inneren Welten
der Kinder auf jeweils ganz eigene Weise zu nähern versuchen.
Herlinde Koelbl ist fasziniert vom "Für-sich-selbst-Sein der Kinder und der eigensinnigen Welt ihrer Phantasien, Ängste
und Wünsche". Die Portraits von Mona Breede sind immer im Profil aufgenommen. Sie folgen den Inszenierungen ihrer kindlichen
Protagonisten und wahren doch eine würdevolle Distanz. Im Dialog mit ihnen stehen die Bilder von Tamara Grcic, die die
Selbstvergessenheit der Kinder im Spiel zum Gegenstand haben. Auf Ingolf Timpners suggestiven s/w - Portraits erscheinen die Kinder
wie Besucher aus einer vergangenen Zeit, - seltsam unwirklich und zugleich vollkommen präsent. Eine ähnlich Ausstrahlung
eignet auch den Dargestellten auf den großformatigen Portraits von Bernhard Prinz: Verletzlichkeit und Stärke erscheinen
hier in einem seltsam ambivalenten und spannungsvollen Verhältnis. Die belgische Künstlerin Marie-Jo Lafontaine kombiniert
großformatige s/w- Photographien mit monochromer Malerei und schafft so völlig neue Bildereignisse.
Mit den Kinderbildnissen von August Sander wird auch eine historische Position hinzugezogen, die das Kind vor allem in seinem
familiären und sozialen Umfeld in den Blick nimmt.
Elke Dröscher
Galerie Information zur Ausstellung, Oktober 2004
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